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Dumpingpreise oder gute Tierhaltung?

Mehr und mehr Menschen ernähren sich vegetarisch oder vegan. Tendenz deutlich steigend. Doch diese Menschenanzahl macht, obwohl immer schneller wachsend, nur einen geringen Prozentanteil in Deutschland aus. Der Großteil zählt sich zu den Fleischessern oder Flexitariern. Flexitarier essen zwar Fleisch, doch das nur selten und wenn dann ausgewähltes Fleisch von hoher Qualität. Trotz der Zunahme von Vegetariern und Veganern müssen wir also im Hinterkopf behalten, dass Deutschland eine Nation von Fleischessern ist. Fleisch gehört für viele so selbstverständlich auf den Speiseplan wie ihr Gemüse oder Milchprodukte. Viele verschwenden keinen Gedanken daran, welche Geschichte, Produktionskette und vor allem welches Lebewesen hinter dem Steak oder der Wurst steckt. Es ist ein für selbstverständlich genommenes Objekt auf dem Teller – Und genau das ist die vollkommen falsche Einstellung und die Ursache der Probleme.  

Die Macht von Angebot und Nachfrage

Der Skandal um die Fleischhersteller Tönnies, Westfleisch und Wiesenhof hat die andauernde Debatte über die Fleischindustrie, deren Tierhaltung und Produktionsbedingungen wieder lauter werden lassen. Menschen wollen Fleisch und das möglichst günstig. Und das befeuert natürlich die Produktion von Billigfleisch in Massen. Der ewige Kreislauf von Angebot und Nachfrage. Einerseits muss sich die Nachfrage nach Billigfleisch ändern damit sich das Angebot der Fleischindustrie umstellt. Doch andererseits kann und muss auch das Angebot die Nachfrage beeinflussen. Und zwar unter anderem, wenn die Fleischindustrie aufwacht und etwas an ihren Produktionsbestimmungen und Bedingungen, ihren Verkaufspreisen und den Bestimmungen zur Tierhaltung ändert. Möchte man langfristig und weitläufig flächendeckend etwas an den Tierhaltungen ändern, muss zwangsläufig etwas am Preis gemacht werden und der ein oder andere Cent aufgeschlagen werden. Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) regt einen Preisaufschlag von 40 Cent pro Kilogramm Fleisch an. Mit diesem Geld könnten die Höfe und Betriebe ihre Ställe vergrößern, umbauen und nachhaltiger produzieren, sagte sie dem SWR. Mit der Erhöhungder Fleischpreise und strengeren, verbindlichen und vor allem tierwürdigeren Richtlinien könnte also schon viel in dieser Industrie ausgelöst und nachhaltig verändert werden. Für die Tiere, für unsere Umwelt und für uns selbst als Verbraucher/ Innen. 

Die Wertschätzung des Fleisches: Qualität vor Quantität

Neben dem Wandel in der Industrie muss parallel ein Wandel in der Gesellschaft stattfinden, der zum Glück schon in vielen Kreisen präsent ist. Der Markt kann zwar das Billigfleisch anbieten, doch müssen wir es deswegen kaufen? Hier wären wir wieder bei Angebot und Nachfrage. Je mehr sich die Verbraucher/Innen in ihren Bedürfnissen und Kaufweisen verändern, desto mehr passt sich der Markt an. Fleischkonsum sollte gar nicht ganzheitlich und grundsätzlich verurteilt werden, das soll hier nicht vermittelt werden. Lediglich der Konsum von Billigfleisch sollte aus dem Leben, im besten Fall, Aller verbannt werden. Fleischkonsum sollte sich unserer Meinung nach immer mehr nach Qualität als nach Quantität richten. Die Wertschätzung von Fleisch muss bei Verbraucher/Innen wieder steigen. Es muss ins Bewusstsein zurück gerückt werden, was eigentlich auf unserem Teller liegt:  Ein Tier, welches es genauso wie wir verdient hat ein gutes und zufriedenes Leben zu führen und uns nicht bloß als ein in Massen produziertes Nutzobjekt dient. Wir müssen unser eigenes Konsumverhalten hinterfragen und umstellen: Wo kommt das Tier her? Wie und unter welchen Bedingungen hat es gelebt? Es kostet seinen Preis die Produktion und Tierhaltung nachhaltig zu verändern. Doch es geht hier um Lebewesen und für deren Wohl sollte jeder tiefer in die Tasche greifen können, der sich den Genuss von Fleisch leisten möchte. Bundesagrarministerin Klöckner kritisiert, dass es kaum ein anderes europäisches Land gäbe, das solche hier vorzufindenden Dumpingpreise für Wurst und Fleisch unterstützt und anbietet. "Mir geht es nicht darum, dass Fleisch und Wurst Luxusprodukte für Reiche werden sollen, aber eine Alltags-Ramschware wird auch aus ethischen Gesichtspunkten dem nicht gerecht. Tiere sind nicht irgendeine Ware, sondern Mitgeschöpfe. Und da gehört auch Wertschätzung dazu", sagt Klöckner im Focus.

Was uns bei MeinMarktstand wichtig ist

Die Wertschätzung von Tieren liegt uns bei MeinMarktstand besonders am Herzen und deshalb findet ihr auf unserem Online-Wochenmarkt nur Höfe und Betriebe, die wir selbst besucht haben und uns von der mehr als guten, meist hervorragenden Tierhaltung überzeugt haben. Uns ist es unter anderem wichtig, dass die Tiere Platz, im Besten Fall an der frischen Luft und an der Sonne, haben, um sich natürlich zu bewegen und auch sozialen Kontakt mit ihren Artgenossen führen können. Man merkt Tieren sehr schnell an, ob sie Stress oder Unwohlsein empfinden. Solche Höfe würden wir niemals bei uns aufnehmen. Der Punkt der Wertschätzung zieht sich bei uns durch jedes Produkt, jeden Menschen und jedes Tier, das bei MeinMarktstand beteiligt ist. Fleisch als wertvolles Lebensmittel gebührt diese Wertschätzung auch. Vor allem den Betrieben, die 7 Tage die Woche ihren Tieren möglichst viel Wohlempfinden in den Ställen und Weiden wie möglich bieten möchten, um für uns Verbraucher/Innen hochwertige, heimische und regionale Lebensmittel zu produzieren. Unser Wunsch ist es, dass immer mehr Menschen Wert auf Tierwohl und Nachhaltigkeit legen und dementsprechend bewusst einkaufen. Weniger und dafür besseres Fleisch ist in jedem Fall mehr. Mehr für dich. Mehr für das Tier. Mehr für die Erzeuger/Innen. Mehr für unser Land und unsere Region.  

Detaillierte Informationen über unsere Produzent/Innen und ihre Produkte erfahrt ihr nach und nach hier auf unserem Blog. Wenn ihr nicht bis dahin warten wollt, erfahrt ihr auch auf der jeweiligen Produzentenvorstellung hier auf der Seite viel über jeden Einzelnen. 

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